Advent in Straßburg – Seminarausflug ins Nachbarbistum

09.12.2019 |

Am zweiten Adventssonntag zog es unsere Seminargemeinschaft nach Straßburg. Das Propädeutikum fährt heute gleich noch einmal ins Elsass, um den Feierlichkeiten zum Patrozinium im Straßburger Priesterseminar beizuwohnen.

Am Sonntag feierten wir gemeinsam mit der Gemeinschaft von Jerusalem in der Église Saint-Jean die hl. Messe. Dabei wurde ein wichtiger Teil des Selbstverständnisses der Gemeinschaft deutlich, dass sich nämlich die Berufung der Brüder und Schwestern zu einem großen Teil durch die Schönheit einer im Herzen der Städte gefeierten Liturgie ausdrückt. Die Liturgie ist ihr vorrangigster Ort der Evangelisierung. Gleichzeitig begreifen die Mitglieder der Gemeinschaft, deren erste Berufung es ist, in den Großstädten „einen Gebetsteppich über das Straßenpflaster zu legen“, sie auch als einen Ort der Katechese: eine Schule des Gebets und des Glaubens. Die Liturgie der Gemeinschaft ist stark geprägt von ostkirchlichen Elementen (z.B. kleiner Einzug zur Evangelienprozession, großer Einzug zur Gabenprozession) und vom Gesang.
 
Am Nachmittag durften wir während einer Stadt- und Münsterführung viel über die wechselvolle Geschichte der Elsässischen Metropole erfahren, die die Bewohner und die Stadt erst zu ihrer heutigen Identität führte. Anschaulich wies uns unser Stadtführer Franz Reinders darauf hin, warum vor diesem Hintergrund gerade Straßburg die richtige Stadt für den Sitz des Europäischen Parlaments sei.
 
Für die Mitglieder des Propädeutikumskurses ging es am heutigen Montag dann gleich wieder in die Bischofstadt unseres Nachbarbistums zum Patrozinium des dortigen Priesterseminars „Sainte-Marie-Majeur de Strasbourg“.