Spiritualität

 

Das innere Feuer hüten und schüren

"Ich bin berufen, etwas zu tun oder zu sein, wofür kein anderer berufen ist. Ich habe einen Platz in Gottes Plan, auf Gottes Erde, den kein anderer hat. Ob ich reich bin oder arm, verachtet oder geehrt bei den Menschen, Gott kennt mich und ruft mich bei meinem Namen."

(John Henry Newman)
 
Das Leben der priesterlichen Berufung bedarf einer spirituellen Dimension und Grundlage, deren Zentrum Jesus Christus selbst ist. Die Weggemeinschaft untereinander und mit Jesus Christus sind der Boden aus dem das Priesterwerden wachsen und sich entfalten kann. Es gilt, das Feuer des Lebens in sich zu entdecken. Im ersten Petrusbrief 3,15 heißt es:

"Haltet in eurem Herzen Christus, den Herrn, heilig!" 

Vor diesem Hintergrund wird die Ebene der Spiritualität in der Ausbildungszeit in zweifacher Weise vertieft: Die Priesteramtskandidaten werden in den reichen spirituellen Schatz der Kirche eingeführt, in die großen Spiritualitäten, etwa die ignatianische, franziskanische oder benediktinische Spiritualität, in die Mystiker, ebenso wie in die neuen geistlichen Bewegungen des 20. Jahrhunderts. Zugleich wird in persönlicher Begleitung durch den Spiritual des Priesterseminars und in Gesprächsgruppen, die spirituelle Dimension des eigenen Lebens eingeübt und vertieft.

 

 

  

Spirituelle Elemente

  • Beten lernen (persönliches Gebet, Meditation, Stundengebet, Anbetung)
  • Zugang zur Heiligen Schrift
  • Zugang zu den Sakramenten (v.a. zu den Sakramenten von Eucharistie und Buße)
  • Einübung in den priesterlichen Lebensstil (Evangelische Räte)
  • Geistliche Begleitung
  • Zugang zu Schweigen, Kontemplation, Exerzitien
  • Geistlicher Austausch (Bibel teilen, Glauben teilen, Leben teilen)
  • Einübung in den achtsamen Umgang mit sich und anderen
  • Die Sprache der Seele verstehen lernen
  • Wachstum der persönlichen Gottes- und Christusbeziehung
  • Spurensuche (Den Gott des Lebens suchen und finden)