Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht – Lektoratsbeauftragung für Propädeutiker
23.05.2020 |
In einer feierlichen Pontifikalvesper in der Seminarkirche hat unser Regens, Weihbischof Christian Würtz, am Samstag die vier Mitglieder des Propädeutikums zu Lektoren beauftragt und damit auch den ersten Teil des Einführungsjahres offiziell abgeschlossen. In seiner Predigt ging Würtz besonders auf die Bedeutung des Wortes Gottes im Leben der Kirche und jedes Einzelnen ein.
Schon beim Hymnus der Vesper, die Kirchenmusikdozent Eduard Wagner an der Orgel begleitete, war die Kirche von Freude erfüllt. Denn zum ersten Mal seit Wochen durften die Seminaristen wieder innerhalb der Liturgie gemeinsam singen. Dann rief Subregens Thomas Stahlberger, der als Rektor des Propädeutikums speziell auch für die erste Phase der Priesterausbildung zuständig ist, die vier Kandidaten Lars Brezina, Benedikt Hoferer, Max Kauter sowie Markus Rombach auf und bat sie, vor den Bischof zu treten. Mit einem lauten „Hier bin ich“ bestätigten die vier Männer ihre Bereitschaft, den Dienst der Verkündigung auszuüben. Weihbischof Würtz nahm ihre Erklärung mit Freuden an.
In seiner Predigt, die sich auf die Lesung der ersten Sonntagsvesper aus dem Petrusbrief bezog, ging der Weihbischof auf die Bedeutung des Wortes Gottes ein. Beim Dienst des Lektors ginge es besonders darum, die großen Taten dessen zu verkünden, der „euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat“ (1 Petr 2, 9). Die Gesamtheit der biblischen Schriften seien wirklich Worte des lebendigen Gottes, seine Offenbarung, wie der Regens in Anlehnung auf die Dogmatische Konstitution "Dei Verbum" darlegte. Schriftbetrachtung und die Verkündigung aus der Schrift seien deshalb immer unmittelbare Gottesbegegnung, Begegnung mit dem Wort, das wie Licht in der Nacht wirke. Als Lektoren müssten Kandidaten bereit sein, die Freude des Gotteswortes in den Herzen den Menschen zu erwecken.
Als Zeichen für ihren Dienst bekamen die vier Propädeutiker nach einem feierlichen Segensgebet von Weihbischof Christian ihre je eigene Bibel überreicht.
Nach der liturgischen Feier gab es dann auch noch eine Urkunde. Zukünftig werden die frisch Beauftragten ihren Dienst in der Liturgie ausüben. Nach der ersten großen Phase des Einführungsjahres mit Sozialeinsatz und Bibelschule, geht es für die vier jungen Männer jetzt mit dem Studium an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität weiter.





