„Christus, Du bist meine Hoffnung, mein Friede, mein Glück, all mein Leben.“

15.09.2020 | Erzbischof Stephan Burger weiht Tobias Herzog zum Priester

„Gott zieht mich zum Dienst für ihn und die Menschen“, sagt Tobias Herzog aus der Pfarrei St. Jakobus in Lauda (Dekanat Tauberbischofsheim). Zu dieser persönlichen Überzeugung will er sich öffentlich bekennen: Zusammen mit Francesco Durante und Thomas Rudolf wird er am Sonntag, 20.09., um 14.30 Uhr im Freiburger Münster von Erzbischof Stephan Burger zum Priester geweiht. Eine Vorstellung des Kandidaten. 

Tobias Herzog entdeckte bei einer Firmfahrt nach Assisi sein Interesse für den Glauben: „Für mich kam die Frage auf, was Gott wohl mit meinem Leben vorhat“, sagt er. Mit 17 Jahren wurde er in seiner Heimatgemeinde Ministrant, engagierte sich in der dortigen Kolpingjugend und entdeckte das Pilgern mit Gleichgesinnten für sich: „Die Gemeinschaft von glaubenden Menschen in der Pfarrei und bei den Ministranten wie auch das Miteinander in der Kolpingjugend haben mich insgesamt sehr geprägt.“ Vor seinem Abitur entwickelte sich der Wunsch bei Tobias Herzog, Theologie zu studieren und Priester zu werden und er bewarb sich in unserem Priesterseminar: „Nicht, weil ich felsenfest wusste, dass das auf jeden Fall meine Berufung ist – sondern weil ich die Frage klären wollte, ob Gott mich zu diesem Dienst ruft.“ Unterstützung erfuhr er dabei auch in seiner geistlichen Gemeinschaft, der aus Frankreich stammenden „Gemeinschaft vom Lamm“, mit der er auch als Priester verbunden bleiben möchte.
Tobias Herzog trat ins Priesterseminar Collegium Borromaeum in Freiburg ein und nahm an der örtlichen theologischen Fakultät sein Studium auf. Zwei Auswärtssemester verbrachte er an der Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt. Er sammelte im Praxissemester in der Seelsorgeeinheit Baden-Baden-Oos und in der ersten Etappe des Pastoralkurses in der Seelsorgeeinheit Konstanz-Petershausen pastorale Erfahrungen, die er in seinem Diakonatsjahr in der Seelsorgeeinheit An der Glotter weiter vertiefen konnte. Ebenso arbeitete er als Diakon in den Seelsorgeeinheiten Mittlerer und Oberer Hegau. Glaube bedeutet für ihn, „die Beziehung zu Gott zu pflegen und Jesus Christus immer besser kennenzulernen. Er ist der Bezugspunkt, zu dem ich mein Leben in Beziehung setze.“ Diese Haltung bekräftigt Tobias Herzog mit seinem Primizspruch: „Christus, Du bist meine Hoffnung, mein Friede, mein Glück, all mein Leben.“ (aus dem Gebet „Christus, göttlicher Herr“ von Alphanus von Salerno, das die Kirche an jedem Samstagabend in der ersten Sonntagskomplet betet). Er bemüht sich ein Leben zu führen, das den Haltungen entspricht, die Jesus vorgelebt hat: Im Dienst an den Menschen ist ihm deshalb Mitmenschlichkeit, Interesse am Gegenüber und Bodenständigkeit wichtig.
Wir bitten um das begleitenden Gebet für Tobias Herzog und seine beiden Mitbrüder!