Africa in a nutshell - Bericht von Simon Jäger

22.03.2024 |

Habari ya CB? Mimi niko salama kabisa kwa Exernitas wa Hekima College na Parokia Mtakatifu Josephu Mfanyakazi kwa Kangemi. Damit viele Grüße aus der „Großen Externitas“, die ich in Nairobi, der Hauptstadt Kenias verbringe und viel Spaß beim Übersetzen! Vor einigen Wochen hatte ich das Vergnügen, den Regens, Weihbischof Christian Würtz, hier in meiner Externitas in Nairobi begrüßen zu dürfen. Einige Eindrücke davon möchte ich im Folgenden teilen.

Am Morgen des 9. März wartete ich am Internationalen Flughafen Jomo Kenyatta in Nairobi auf die Ankunft des Regens. Während des Wartens war ich einfach froh, dass er es überhaupt nach Kenia geschafft hat, nachdem die unterschiedlichen Fachkräfte von Lokführern bis Bodenpersonal in Deutschland entschieden hatten, ihn davon zu hindern.
 
Vom Flughafen ging es dann nach Kangemi, einem Armenviertel Nairobis, in dem die Jesuitenkommunität, in der ich mitlebe eine Pfarrei und viele Entwicklungsprojekte betreuen. Dort 
herzlich aufgenommen, ging es schon los, Kangemi als Nachbarschaft zu erkunden und später den Großen Afrikanischen Grabenbruch als Wiege der Menschheit zu besuchen. Am nächsten Tag, dem Sonntag, war schon ein großes Ereignis geplant. Der Regens zelebrierte die dritte Messe des Sonntags (auf Englisch) und segnete unsere neue Josefstatue, die ein Geschenk an unseren Pfarrer aus Italien war. So wurde die erste auf Englisch zelebrierte Messe von Christian Würtz mit einer vollen Kirche nicht nur ein Erlebnis für ihn, sondern auch für die Pfarrei. Anschließend hatte er die Möglichkeit unterschiedliche Menschen der Pfarrei kennenzulernen. Von alten Pfarreimitgliedern, die sich noch an die Anfänge der Mission in Kangemi erinnern können, bis hin zu unseren Jugendlichen, mit denen ich in der Externitas arbeite, wurde ihm so ein breiter Einblick in das Leben der Menschen von Kangemi und die Kirche vor Ort geschenkt.
Dass die Christen von Kangemi sich unheimlich über seinen Besuch gefreut haben, wurde unter anderem auch in den Gastgeschenken deutlich, die sie ihm mitgaben. Darunter ein Banner, das an seinen Besuch erinnert, ein wunderschönes afrikanisches Messgewand in grün, sowie eine Mitra, die durch ihren Stil ebenfalls ihre Herkunft verrät.
Die folgenden Tage waren dann sowohl von „Amtsbesuchen“ als auch viel Besichtigungen geprägt. Wir besuchten den Nairobi National Park und sahen viele Tiere auf dem Horizont der Skyline Nairobis; Nairobi Town mit der Kathedrale und dem Kenyatta International Convention Centre, die insgesamt noch den Geist der Unabhängigkeit erfahrbar machen; die Bomas of Kenya, ein Freilichtmuseum, das durch traditionelle Dörfer und Tänze die Kulturen der unterschiedlichen Stämme Kenias vermittelt. Daneben konnte Christian Würtz viel über die konkrete Arbeit der Jesuiten hier in Ostafrika erfahren. Er traf sich mit Provinzial Kizitio Kiyimba SJ, feierte Messe mit den Mitarbeitern des Jesuitenflüchtlingsdienstes und besuchte die Schulen und weiteren Sozialprojekte in Kangemi. Zu den „Amtsbesuchen“, die nicht weniger schön waren, gehörte der Besuch am Hekima University College, an dem ich studiere. Hier feierte er die College Messe, zu der wir uns immer mittwochs treffen und hatte anschließend ein Gespräch mit dem Principal, Fr. Marcel Uwineza SJ und dem Rektor der Ausbildungskommunität, Fr. Deogratias Rwezaura SJ.
So war in diesen wenigen Tagen viel geboten und Regens Christian Würtz konnte sich einen guten Einblick verschaffen, wie ich in meiner Externitas lebe, an welchen Orten ich sie verbringe und besonders mit welchen Menschen. Denn besonders die vielen Menschen, die er in den wenigen Tagen kennenlernen konnte und mit denen ich meine Externitas verbringe, machen diese aus und gewähren einen wertvollen Einblick in die Kultur und das Leben der Menschen in Afrika. Verbunden mit den Erfahrungen in der Pfarrei würde ich behaupten, dass dem Regens „Africa in a nutshell“ präsentiert wurde.
Wer Interesse hat meine Externitas weiterzuverfolgen darf gerne auf meinem Blog: simoneinjahrinkenia@wordpress.com vorbeischauen. Diesen nutze ich, um über meine Erfahrungen zu berichten und Spenden für die vielfältigen Projekte der Jesuiten in Kangemi zu sammeln. Nachdem der Blog etwas eingeschlafen ist, kommt der nächste Beitrag sehr bald!