„Meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast.“ (Lk 2,30f.) Priesterweihe im Münster Unserer Lieben Frau

09.05.2024 |

„Meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast.“ (Lk 2,30f.)
Priesterweihe im Münster Unserer Lieben Frau
Am Sonntag, den 5. Mai 2024, hat Erzbischof Stephan Burger Diakon Matthias Friemel im Münster U.L.F. in Freiburg zum Priester geweiht; am Dienstag darauf feierte der Neupriester im Priesterseminar mit vielen Studierenden.

Zu Beginn des Gottesdienstes wurde der Weihekandidat dem Erzbischof vorgestellt. In seiner Predigt ging Burger auf die besondere Aufgabe des Priesters, dessen sakramentales Verständnis, und in diesem Zusammenhang auch auf die selbstlose Liebe zu unserem Herrn Jesus Christus ein, die als Priester unabdingbar ist. So soll die Liebe zu Christus Matthias Friemel immer wieder Halt und Kraft in seinem Amt als Priester geben. Zugleich gelte die Zusage Jesu: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt.“ (Joh 15,16a)
Bei seinen Aufgaben als Priester soll Matthias der Primizspruch aus dem Lukasevangelium leiten: „Meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast.“ (Lk 2,30f.)
Im Anschluss an die Predigt folgte der Weiheritus. Dieser wurde eröffnet mit dem Heilggeisthymnus der Schola, unter der Leitung von Kirchenmusikdozent Eduard Wagner. Danach bekundete Matthias seine Bereitschaft, als Mitarbeiter des Bischofs die Gemeinde umsichtig zu leiten, den Dienst am Wort Gottes getreu zu erfüllen, die Mysterien Christi (Sakramente) in gläubiger Ehrfurcht zu feiern, mit dem Bischof im Gebet für die Gemeinde vor Gott zu treten, den Notleidenden, Armen, Kranken und Heimatlosen beizustehen, sowie die Bereitschaft, sich Tag für Tag enger an Christus zu binden. Während der Allerheiligenlitanei lag der Matthias ausgestreckt vor dem Altar (Prostratio), was seine Ganzhingabe und Ehrfurcht vor Gott ausdrücken sollte. Im Anschluss folgten dann das Weihegebet und die Handauflegung des Erzbischofs und der anwesenden Priester und das bestätigende Amen der mitfeiernden Gemeinde.
In den ausdeutenden Riten wurden dem Neupriester zunächst ein Messgewand angelegt und anschließend die Hände mit Chrisam gesalbt. Zuletzt wurden Kelch und Patene übergeben mit den Worten: „Empfange die Gaben des Volkes für die Feier des Opfers. Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes!“ Als ein besonderes Zeichen der Verbundenheit erfolgte dann, zum Abschluss der Weihe der Friedensgruß des Erzbischofes, bevor Matthias in Konzelebration mit dem Erzbischof zum ersten Mal Eucharistie als Priester feiern durfte. Am Ende der Weiheliturgie spendete der Neupriester den festlichen Primizsegen, bevor es zum Empfang in das Priesterseminar ging.
Am darauffolgenden Dienstag, den 07.05.2024, feierte Matthias in der Seminarkirche des Collegium Borromaeum seine Hausprimiz mit der Hausgemeinschaft und Studenten der Freiburger Hochschulen und Universitäten.
In seiner Predigt ging Matthias auf die Frage ein, warum man heute noch Priester werde. Dabei legte er persönlich Zeugnis von seinem Glauben ab. Matthias sieht Zuversicht, Freude und Hoffnung als wichtige Grundfundamente in seiner Berufung. 
So blicke er bestärkt auf seinen nun folgenden Weg. Er selbst, so sagte er, fühle sich bereit für den Dienst und sehe seinen Primizspruch als einen wichtigen Wegweiser seines Wirkens.
Im Anschluss spendete der Neupriester den Primizsegen, bevor dann traditionell, wie jeden Dienstag, gemeinsam zu Mittag gegessen wurde. Bei dieser Gelegenheit wurden dem Neupriester durch Regens Weihbischof Würtz die Urkunden des Erzbischofs überreicht und der Neupriester bekam seine erste Wirkungsstätte genannt.
Wir wünschen unserem Neupriester Matthias Gottes Segen, viel Kraft und eine immer tiefere Liebe zu Gott für seinen Dienst als Priester in der Nachfolge Christi und freuen uns mit ihm auf seinen nun kommenden Weg.