Seligsprechung von Max Josef Metzger
20.11.2024 |
Ein Leben für Gott und die Versöhnung
Max Josef Metzger wurde 1887 in Schopfheim geboren. Bereits früh spürte er eine
tiefe Berufung, die ihn in den Dienst der Kirche führte. Im Jahre 1911 wurde er so zum
Priester geweiht. Seine Erfahrungen als Feldgeistlicher im Ersten Weltkrieg machten
ihn zu einem überzeugten Pazifisten. Er sah in den Schrecken des Krieges eine
Aufforderung, sich für ein Ende von Gewalt und für die Versöhnung unter den Völkern
einzusetzen, sodass sein Wirken von nun an durch den Einsatz für den Frieden
geprägt war.
Als Gründer mehrerer Organisationen – unter anderem der internationalen
ökumenischen Friedensbewegung „Una Sancta“ oder dem Christkönigs-Institut
Meitingen – und als Verfasser zahlreicher Schriften plädierte Metzger für ein Ende von
Krieg und Hass. Besonders wichtig war ihm die Einheit der Christen über
konfessionelle Grenzen hinweg. So sah er in der Ökumene einen zentralen Bestandteil
einer friedlicheren Welt.
Standhaft im Angesicht des Terrors
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten begann für Max Josef Metzger ein
leidvoller Weg. Seine unerschütterliche Kritik an der menschenverachtenden Ideologie
und sein aktiver Widerstand brachten ihm die Verfolgung durch das NS-Regime ein.
Trotz mehrfacher Verhaftungen blieb er seinem Anliegen treu. 1943 wurde er erneut
von der Gestapo festgenommen, nachdem er ein Memorandum verfasst hatte, das
eine Neuordnung Deutschlands nach dem Nationalsozialismus skizzierte. In einem
Schauprozess wurde er wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und 1944 im
Zuchthaus Berlin-Plötzensee hingerichtet.
Seligsprechung als Zeichen für die heutige Zeit
Nach einem mehrjährigen Seligsprechungsprozess würdigt die jetzige Seligsprechung
von Max Josef Metzger ihn nicht nur als Märtyrer des Glaubens, sondern auch als
einen Wegbereiter der christlichen Friedensbotschaft.Ein Vorbild für uns Seminaristen
Wir danken Gott für das Geschenk dieses außergewöhnlichen Zeugen und bitten um
seine Fürsprache. Möge Max Josef Metzger uns alle inspirieren, die
Herausforderungen unserer Zeit im Geist des Evangeliums anzunehmen und Frieden
in die Welt zu tragen.
Am vergangenen Sonntag, dem 19. November 2024, wurde Max Josef Metzger,
Priester, Pazifist und NS-Widerstandskämpfer, in einem feierlichen Gottesdienst in
unserem Freiburger Münster ULF seliggesprochen. Während seiner Ausbildungszeit war Metzger als Seminarist Bewohner der Priesterseminars in Freiburg. Die Feier, der Kardinal Kurt Koch
vorstand, würdigte das beeindruckende Lebenswerk eines Mannes, der
unerschrocken für Frieden, Versöhnung und den Glauben eintrat – bis hin zur Gabe
seines eigenen Lebens.
Priester, Pazifist und NS-Widerstandskämpfer, in einem feierlichen Gottesdienst in
unserem Freiburger Münster ULF seliggesprochen. Während seiner Ausbildungszeit war Metzger als Seminarist Bewohner der Priesterseminars in Freiburg. Die Feier, der Kardinal Kurt Koch
vorstand, würdigte das beeindruckende Lebenswerk eines Mannes, der
unerschrocken für Frieden, Versöhnung und den Glauben eintrat – bis hin zur Gabe
seines eigenen Lebens.
Am Vorabend der Seligsprechung feierte die Hausgemeinschaft zusammen mit Kardinal Koch die Vesper in der Hauskapelle. Gegen Ende der Vesper segnete Kardinal Koch eine Ikone, dass den neuen Seligen und seine Herzensanliegen zeigt. Die Ikone wurde von Janina Zang geschrieben. Zum einen das Signet der von ihm gegründeten Christkönigsgesellschaft und zum anderen ein Spruchband mit seinen Worten, welche auch auf seinem Grabstein zu finden sind: "Ich habe mein Leben Gott angeboten für den Frieden in der Welt und die Einheit der Kirche."
Am Sonntag fand dann die eigentliche Seligsprechung statt. Auf Bitte um die Seligsprechung durch Erzbischof Burger verlas Kardinal Koch das Apostolische Schreiben im Namen von Papst Franziskus. Anschließend wurde ein Bildnis des neuen Seligen enthüllt, während die mitfeiernde Gemeinde einen Hymnus auf den neuen Seligen sang mit einer Melodie, welche der Selige selbst für ein Auferstehungslied komponierte. Den neuen Text, welcher wichtige biographische Punkte aufgreift, verfasste hierzu neu Prof. Meinrad Walter. Zudem wurden Reliquien des Seligen vor dem Bild aufgestellt.
Kardinal Kurt Koch hob in seiner Predigt hervor, dass Metzgers Lebenszeugnis bis heute eine große Aktualität habe: „Er zeigt uns, dass echter Friede nur auf der Grundlage von Wahrheit, Gerechtigkeit
und Versöhnung wachsen kann. Sein Einsatz für die Einheit der Christen und den
Frieden unter den Völkern ist ein Vermächtnis, das uns alle angeht.“ Die Feier im Freiburger Münster versammelte zahlreiche Gläubige, darunter Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft. Neben dem Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterović, fanden sich auch in ökumenischer Verbundenheit Vertreter der Evangelischen Landeskirche in Baden ein. Landesbischöfin Springhart würdigte Metzger in einem Grußwort als einen Verfechter von Frieden, welcher zur "Wolke der Zeugen" (Heb 12,1) gehöre. Im Anschluss lud das Erzbistum zu einem Empfang ins Priesterseminar Collegium
Borromaeum, an dem etwa 500 Gäste teilnahmen.
und Versöhnung wachsen kann. Sein Einsatz für die Einheit der Christen und den
Frieden unter den Völkern ist ein Vermächtnis, das uns alle angeht.“ Die Feier im Freiburger Münster versammelte zahlreiche Gläubige, darunter Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft. Neben dem Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterović, fanden sich auch in ökumenischer Verbundenheit Vertreter der Evangelischen Landeskirche in Baden ein. Landesbischöfin Springhart würdigte Metzger in einem Grußwort als einen Verfechter von Frieden, welcher zur "Wolke der Zeugen" (Heb 12,1) gehöre. Im Anschluss lud das Erzbistum zu einem Empfang ins Priesterseminar Collegium
Borromaeum, an dem etwa 500 Gäste teilnahmen.
Am Montagabend beging Erzbischof Burger im Münster ULF eine Messe als Dank für
die Seligsprechung von Max Josef Metzger, um dem besonderen Ereignis für unser
Erzbistum einen entsprechenden Abschluss zu geben. Dabei trug er ein Messgewand, was Metzger selbst gehörte und von der Christköniggesellschaft tags zuvor der Erzdiözese übereignet wurde.
die Seligsprechung von Max Josef Metzger, um dem besonderen Ereignis für unser
Erzbistum einen entsprechenden Abschluss zu geben. Dabei trug er ein Messgewand, was Metzger selbst gehörte und von der Christköniggesellschaft tags zuvor der Erzdiözese übereignet wurde.
Ein Leben für Gott und die Versöhnung
Max Josef Metzger wurde 1887 in Schopfheim geboren. Bereits früh spürte er eine
tiefe Berufung, die ihn in den Dienst der Kirche führte. Im Jahre 1911 wurde er so zum
Priester geweiht. Seine Erfahrungen als Feldgeistlicher im Ersten Weltkrieg machten
ihn zu einem überzeugten Pazifisten. Er sah in den Schrecken des Krieges eine
Aufforderung, sich für ein Ende von Gewalt und für die Versöhnung unter den Völkern
einzusetzen, sodass sein Wirken von nun an durch den Einsatz für den Frieden
geprägt war.
Als Gründer mehrerer Organisationen – unter anderem der internationalen
ökumenischen Friedensbewegung „Una Sancta“ oder dem Christkönigs-Institut
Meitingen – und als Verfasser zahlreicher Schriften plädierte Metzger für ein Ende von
Krieg und Hass. Besonders wichtig war ihm die Einheit der Christen über
konfessionelle Grenzen hinweg. So sah er in der Ökumene einen zentralen Bestandteil
einer friedlicheren Welt.
Standhaft im Angesicht des Terrors
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten begann für Max Josef Metzger ein
leidvoller Weg. Seine unerschütterliche Kritik an der menschenverachtenden Ideologie
und sein aktiver Widerstand brachten ihm die Verfolgung durch das NS-Regime ein.
Trotz mehrfacher Verhaftungen blieb er seinem Anliegen treu. 1943 wurde er erneut
von der Gestapo festgenommen, nachdem er ein Memorandum verfasst hatte, das
eine Neuordnung Deutschlands nach dem Nationalsozialismus skizzierte. In einem
Schauprozess wurde er wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und 1944 im
Zuchthaus Berlin-Plötzensee hingerichtet.
Seligsprechung als Zeichen für die heutige Zeit
Nach einem mehrjährigen Seligsprechungsprozess würdigt die jetzige Seligsprechung
von Max Josef Metzger ihn nicht nur als Märtyrer des Glaubens, sondern auch als
einen Wegbereiter der christlichen Friedensbotschaft.Ein Vorbild für uns Seminaristen
Für uns als Seminaristen und angehende Priester ist Max Josef Metzger ein
leuchtendes Vorbild. Sein Glaube, seine Standhaftigkeit und sein unermüdlicher
Einsatz für Frieden und Versöhnung zeigen, wie tief der christliche Auftrag in das
Leben und die Gesellschaft hineinwirken will. Sein Leben mahnt uns, in einer Welt
voller Konflikte und Ungerechtigkeiten die Stimme für Wahrheit und Gerechtigkeit zu
erheben – auch, wenn es Opfer verlangt.
leuchtendes Vorbild. Sein Glaube, seine Standhaftigkeit und sein unermüdlicher
Einsatz für Frieden und Versöhnung zeigen, wie tief der christliche Auftrag in das
Leben und die Gesellschaft hineinwirken will. Sein Leben mahnt uns, in einer Welt
voller Konflikte und Ungerechtigkeiten die Stimme für Wahrheit und Gerechtigkeit zu
erheben – auch, wenn es Opfer verlangt.
Wir danken Gott für das Geschenk dieses außergewöhnlichen Zeugen und bitten um
seine Fürsprache. Möge Max Josef Metzger uns alle inspirieren, die
Herausforderungen unserer Zeit im Geist des Evangeliums anzunehmen und Frieden
in die Welt zu tragen.






























