Feierliche Priesterweihe im Freiburger Münster
15.05.2025 |
Die musikalische Gestaltung übernahmen die Schola und der Projektchor des Priesterseminars unter der Leitung von Kirchenmusikdozent Eduard Wagner, deren Gesang der Feier einen würdigen und erhebenden Rahmen verlieh.
Am Sonntag, den 11. Mai 2025, empfingen Simon Gleichauf und Lukas Nagel im Freiburger Münster die Priesterweihe. Erzbischof Stephan spendete den beiden jungen Männern das Sakrament in einer feierlichen Liturgie, die von tiefer Freude geprägt war. Viele Gläubige, darunter Familienangehörige, Freunde und Wegbegleiter, nahmen an dem festlichen Gottesdienst teil.
In seiner Predigt betonte Erzbischof Burger die tiefere Bedeutung des Priesteramtes und die Verantwortung, die den Neugeweihten übertragen wird. Erzbischof Burger rief dazu auf, das priesterliche Leben im Vertrauen auf Jesus Christus zu führen: „Wer auf Jesus Christus hört, wird auf Dauer seine Aufgabe erfüllen können.“ Er unterstrich zudem, dass das Priestertum kein Lebensentwurf des Verzichts sei, sondern Ausdruck einer tiefen Freiheit: „Es geht nicht um bloßen Verzicht oder um eine eingeschränkte, freudlose Lebensweise. Es geht vielmehr um diese Freiheit in der Liebe Jesu, für ihn und andere da sein zu können. Freigewählte Selbsthingabe an ihn.“ Am Ende seiner Predigt wandte sich Erzbischof Burger mit persönlichen Worten an die Weihekandidaten: „Danke, dass Sie sich auf diese Stimme des guten Hirten auf besondere Weise einlassen, gerade in einer Zeit, in der die Stimme des guten Hirten weniger vernehmbar erscheint.“
Die Liturgie der Priesterweihe folgte dem traditionellen Ritus der Kirche. Zu Beginn wurden die Kandidaten der Gemeinde vorgestellt, und der Regens bat im Namen der Kirche den Erzbischof um die Weihe der beiden Diakone. Nach der Predigt erklärten Simon Gleichauf und Lukas Nagel öffentlich ihre Bereitschaft zum priesterlichen Dienst und versprachen dem Erzbischof und seinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam.
Es folgte die Allerheiligenlitanei, in der die Gemeinde für die Kandidaten betete. Der zentrale Moment der Weihe war die Handauflegung durch den Erzbischof und die mitfeiernden Priester sowie das feierliche Weihegebet. In den anschließenden ausdeutenden Riten wurden die Neugeweihten mit der priesterlichen Stola und dem Messgewand bekleidet, ihre Hände mit Chrisam gesalbt und ihnen Kelch und Hostienschale überreicht – Zeichen ihres künftigen Dienstes in der Feier der Eucharistie. Es schloss der Friedensgruß mit dem Erzbischof an. Danach wurde Eucharistie gefeiert – das erste heilige Messopfer, das Simon Gleichauf und Lukas Nagel als Priester zelebrierten. Die Weihe war für alle Anwesenden ein bewegender Moment des Glaubens, der Hoffnung und der Freude – ein sichtbares Zeichen lebendiger Kirche in unserer Zeit.




















