Neujahrsempfang der Studienbegleitungen und des Priesterseminars Collegium Borromaeum

17.01.2026 |

Mit gemeinsamem Ministrieren, Fürbitten vortragen, Musizieren und dem Bitten um Gottes Segen für das neue Jahr startete am Donnerstag, den 15. Januar, mit einer Heiligen Messe in der Seminarkirche der Neujahrsempfang der Studienbegleitungen und des Priesterseminars Collegium Borromaeum für Theologiestudentinnen und -studenten.
Nach dem gemeinsamen Anstoßen auf das neue Jahr, hörten wir fünf beeindruckenden Persönlichkeiten zu, die von ihrem ehrenamtlichen Engagement in unserer Erzdiözese und darüber hinaus berichteten.

Den Anfang machte Erwin Moser, der sich seit vielen Jahren bei den Maltesern engagiert. Ob in der Notfallrettung vor Ort, in der Betreuung traumatisierter Menschen nach Unfällen oder in der Ausbildung in Erster Hilfe – Langeweile kommt hier garantiert nicht auf. Für ihn war klar: Auch wenn das Berufsleben irgendwann endet, soll das Wissen nicht einfach mit in den Ruhestand gehen. Besonders schätzt er die Teamarbeit bei den Maltesern – selbst dann, wenn Einsätze tragisch enden. Sein Fazit: Wenn Menschen aufatmen können, weil jemand da ist um zu helfen, dann ist jede Mühe gut investiert.
Anschließend berichtete unser Mitbruder Lukas Tschaut von seinem ehrenamtlichen Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr. Feuer zu löschen sei dabei nur ein kleiner Teil der Aufgabe, wie er betonte. Viel wichtiger sei es, Menschen in Notsituationen beizustehen, ihnen Halt zu geben und gerade in den schlimmsten Momenten ihres Lebens präsent zu sein. Diese Erfahrungen zeigten ihm immer wieder, wie unverzichtbar dieses Ehrenamt ist.
Einen Blick auf die strukturelle Seite des Ehrenamts warfen Frau Antoni und Frau Weißer, die aus hauptamtlicher Perspektive erläuterten, wie ehrenamtliches Engagement in der Erzdiözese Freiburg gefördert wird. Durch Bürokratieabbau und gute Vernetzung werden Rahmenbedingungen geschaffen, die Ehrenamt erleichtern – statt es zu erschweren. Auch den Wandel hin zu projektbezogenem Engagement und weg von lebenslangen Verpflichtungen nehmen sie wahr und versuchen, diese Entwicklung sinnvoll in bestehende Strukturen zu integrieren.
Musikalisch wurde der Abend durch Beiträge aus dem Musical West Side Story, der Operette Die Fledermaus sowie dem Stück „Die Könige“ von Peter Cornelius bereichert. Vorgetragen wurden diese von Studentinnen und Studenten, die in ihrer stimmbildnerischen Ausbildung bei Therese Glaubitz nicht nur solistisch, sondern auch im Chor geschult werden.
Zum Abschluss betrat Ria Hinken, die Frontfrau von Smart Aging, das Rednerpult. Mit viel Humor erzählte sie, wie sie die „Generation Lochkarte“ behutsam, aber bestimmt in die digitale Welt begleitet. Denn: Niemand ist zu alt, um zu lernen – und schon gar nicht, um sich vorschreiben zu lassen, welches Kommunikationsmittel man jetzt benutzen muss. Was einst als kleine Sprechstunde für Seniorinnen und Senioren begann, ist heute an der Max-Weber-Schule Freiburg ein regelmäßiges Treffen mit über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Ihr Ziel: Altersbilder aufbrechen, Neugier wecken und zeigen, dass Instagram & Co. keine Altersgrenze kennen.
Ein gelungener Start ins neue Jahr – mit Gebet, Engagement, Gemeinschaft und Musik.