Alltag in der Bibelschule
11.03.2020 |
Bibelschule - so heißen die Tage im Heiligen Land, in denen die Studenten des Propädeutikum zum einen vor Ort sind, und zum anderen auch einen Großteil der Heiligen Schrift lesen. Wie sieht dann der Alltag aus?
Neben dem Kennenlernen des Lebens in der Stadt Nazareth und dem Versuch, dort ein wenig etwas mitzunehmen wie etwa bei Einkäufen etc. bildet einen Großteil des Tages das Lesen der Bibel. Nach einem Einführungsreferat in das jeweilige biblische Buch (oder den Abschnitt daraus) beginnt in einer Zeit der Stille das Lesen des biblischen Textes. Manche gehen dabei leichter zu lesen, vielleicht weil das ein oder andere schon bekannt ist, manche wiederum verlangen Geduld, Ausdauer und ein wenig Zähigkeit, um auch diesen auf den Grund gehen zu können. Zugleich werfen biblische Texte immer wieder auch Fragen auf. Wie ist das ein oder andere Wort zu verstehen? Wie kann die biblische Szene sich vorgestellt werden, was war die Aussageabsicht der einzelnen Autoren? Manches davon kann nach dem gemeinsamen Essen am späteren Nachmittag bei einem gemeinsamen Austausch wieder vorgebracht werden. Gemeinsam wird dann auch geschaut, was die biblischen Bücher für einen selbst bedeuten können, für den Weg der Kirche in der heutigen Zeit. Heftige Diskussionen, Zustimmung und Aha-Erlebnisse bleiben dabei nicht aus und zeugen von der Lebendigkeit des Wortes Gottes im Hier und Heute.
Der Tag wird dabei gerahmt vom gemeinsamen Gebet am Beginn des Tages, der Feier der Eucharistie am Abend und je nachdem der gemeinsam gebeteten Komplet, der kirchlichen Nachtgebetes am Abend. Die Abende selbst beinhalten entweder noch ein thematisches Referat, oder ungezwungenes Beisammensein.

























