Tabgha - Ort der Einkehr am See Genezareth

13.03.2020 |

Die Benediktinerabtei auf dem Berg Zion in Jerusalem hat ein Priorat am See Genezareth. Der See selbst spielt ja gerade in den Evangelien eine besondere Rolle. Er ist Ort der Berufung, des Seesturms, der Begegnung mit dem Auferstandenen. Für ein paar Tage dürfen wir hier sein und dabei mit den Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas das Leben Jesu betrachten.

Unsere Unterkunft auf dem Klostergelände ist im sogenannten Beit Noah, einer internationalen Begegnungsstätte für Jung und Alt, Menschen mit oder ohne Behinderungen, Jugendlichen, die auch durch Kriegserlebnisse und Erfahrungen traumatisiert sind. Zusammen mit uns ist gerade eine Gruppe aus Aachen mit angehenden Religionslehrern hier und ein Paar aus der Erzdiözese Freiburg, die vor wenigen Tagen hier am See geheiratet haben. Besonders eindrücklich ist die Ruhe hier an diesem Ort, welche zum Lesen der Bibel und der Betrachtung geradezu traumhafte Bedingungen bietet. 
Eine Erinnerung, die sicherlich vielen, die hier schon einmal gewesen sind, bleiben wird, sind die Morgenstunden am See. Bei aufgehender Sonne und dem Blick auf den See zu beten hinterlässt Spuren in der Seele! 
Hinzu kommt das Stundengebet mit den Mönchen in der Brotvermehrungskirche mit dem berühmten Mosaik vor dem Altar. Hier werden die Evangelien lebendig, und wenn die Steine am See sprächen, was erzählten sie wohl alles...
 
  
 
Doch wenn die Steine nicht erzählen, dann ruft die Glocke zum Gebet... 
 
 
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Quelle: Thomas Stahlberger